04. Tag: Vetren – Banchovici

Auch diese Nacht war angenehm kühl, sodass wir einen geruhsamen Schlaf fanden. Zwar weckten uns am See bereits um 06:00 Uhr die ersten Angler, trozdem dösten wir bis 08:30 Uhr weiter. Dann hieß es noch zwei Stunden Internet-Kommunikation am See, bevor wir endlich um 11:30 Uhr aufbrachen.

Das allerdings war weniger gut geplant: die Staatsstraße 3704 war nun ohne Teerdecke und ging 200 Höhenmeter steil nach oben. Auf dem Pass folgten wir der ominösen Staatsstraße weiter, mit dem Ergebnis, dass wir in einem Canyon landeten. Also schoben wir unsere Fahrräder wieder auf den Pass hoch, ein wenig ratlos, denn Google zeigte die Straße direkt vor uns. Allein die alten Bäume deuteten vielleicht auf einen Fahrweg hin. Zum Glück fanden wir einen ortskundigen Einheimischen, der uns quer über eine Wiese zur 30 Meter entfernen Staatsstraße lotste.

Es folgten fünf Kilometer Akrobatik – ich habe euch ein Bild dieses Steckenabschnitts hochgeladen, denn schließlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Als wir wieder „festen“ Boden unter unseren Füßen hatten, wartete der nächste Pass mit 800 NN auf uns. Der starke Gegenwind und die gewittrige Stimmung raubten uns zusätzliche Kraft. So schafften wir heute nicht viele Kilometer und merke: der kürzeste Weg muss noch lange nicht der schnellste sein.

Wir befuhren von Ihtiman bis Vakarel die Staatsstraße 8, die für Autos aufgrund der Schlaglöcher gesperrt war. Für uns aber taugte die Straße gut, zumal wir von da an alleine unterwegs waren. So konnten wir auch in einer Parkbucht unser Nachtquartier errichten.

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Die Perspektive täuscht: es geht steil bergauf, kleinster Gang, an der Grenze des Fahrbaren
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Am Pass – geschafft, dachten wir …
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Ein fragender Blick zurück. Google meint, wir sind nur wenige Meter neben der Staatstraße 3704

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Nichts geht mehr …
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… also wieder zurück
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Hier ist die Abzweigung zur Staatstraße 3704 – wenn man’s weiß …
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Das ist sie also, die ominöse Staatsstraße 3704
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Endlich wieder festen Boden unter den Füßen

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