06 Tag – von Angering nach Nußdorf

Auf der Anhöhe über Angering haben wir vorzüglich geschlafen, dazu trug auch die friedliche Stimmung bei, die diese Landschaft und ihre Bewohner ausstrahlen. Am Morgen wollte Dieter etwas früher starten, da für heute höhere Temperaturen gemeldet waren. So sind wir schon um 08:15 Uhr aufgebrochen und begingen am sechsten Tag den klassischen Anfängerfehler, nämlich ohne ordentliche Pause loszufahren. Schwindegg ließen wir links liegen, weil wir der Meinung waren, dass das nächste Cafe bald käme. Pustekuchen: gekommen sind kurz giftige Rampen hinauf und dann sogleich wieder hinab und das ganze 20 Kilometer lang bis Gars. Dafür gab’s dann aber hier beim Stängl-Bäck das verdiente Frühstück. Von Gars bis Griesstett verdient der Innradweg nicht seinen Namen. Man fährt immer 40 Höhenmeter über dem Fluss und bis zu drei Kilometer seitlich versetzt. In Wasserburg stärkten wir uns nochmals mit Pasta und fuhren dann auf der anspruchsvollen Stecke weiter. Das von der Eiszeit geprägte, wellige Landschaftsbild zeichnet sich durch giftige 10%ige Anstiege aus, die bei sommerlichen 30 Grad doch einiges an Kraft kosteten. Bei Griesstett ging’s dann endlich zur „Innautobahn“, immer kerzengraden am Wasser entlang. Am späten Nachmittag kam uns ein kleiner Badesee für eine kleine Pause gerade Recht. In Rosenheim gab’s „Sightseeing“, und ein großes Eis. Ein kleiner Badesee, kurz vor Nussdorf lud uns zu einem abendlichen Bade ein. Wir wollen dort eigentlich auch die Nacht verbringen, aber die Stechmücken zwangen uns zur Weiterfahrt. So haben wir schließlich unser Nachtquartier an einer Staustufe errichtet.

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