Heute Nacht haben wir seit langem wieder einmal tief und fest geschlafen. Deshalb sind wir auch erst um 9.30 Richtung Vicenza gestartet. Hier haben wir von 11.30 bis 13.00 Uhr in einer Pasticceria Pause gemacht und uns an den Leckereien erfreut. Ganz nebenbei war auch Markt und siehe da: Dieter hat eine neue Hose.
Wieder sind wir in der größten Hitze weitergefahren. Die Einwände des Lehrlings hat der Meister mit einer flüchtigen Handbewegung hinweggefegt. Gekommen sind wir dann noch 7 Kilometer, weil dann der Meister beschlossen hat, dass es zu heiß ist. Da wir uns ja wieder an die Zivilisation gewöhnen müssen, sind wir mal bei MacDonalds eingekehrt. Die Räume sind schön gekühlt und die Toilette haben wir zu unserem Bad gemacht.
15 km vor Verona haben wir nochmals kräftig eingekauft, weil wir beschlossen haben, vor der Arena Vesper zu machen. Und so sitzen wir nun hier (22 Uhr), mitten in Verona bei Wurst und Brot und genießen das nächtliche Flair. Um 1 Uhr nachts sind wir aufgebrochen und haben unser Nachtquartier an einer Autowaschstraße aufgeschlagen.
Eines habe ich die ganz Zeit verschwiegen und lange mit mir gerungen, ob ich es euch erzählen soll: Dieter hat seit Györ (Ungarn) eine gute Bekannte, ja ich muss sagen, Freundin ist das besser Wort. Vielleicht kennt jemand von euch den Schlager „… für Gabi tu ich alles …“ Hier ist es genau umgekehrt: Gabi tut für Dieter alles. Und ab jetzt haben wir vereinbart, dass Gabi auch mir helfen darf. Ich freue mich schon jetzt auf heute Abend, morgen schicke ich euch ein Foto von Gabi.
Ja liebe Mitleser, Mitfühlende und Freunde, Zivilisation ist das Stichwort: Unsere Reise nähert sich langsam dem Ende. Es ist ein bisschen wie Weihnachten, „… nur noch einmal wirst du wach, heißa dann ist Weihnachtstag!“ Einerseits freut man sich auf den Weihnachtstag, andererseits weiß man, dass man danach wieder ein Jahr warten muss.