11. Tag: Petrich – Anthi

Heute sind wir schon um 07:00 Uhr aufgestanden und losgefahren, da das Wetter nach Regen aussah. Aber Bulgarien ist nicht Deutschland und dies gilt für das Wetter umso mehr. Kaum gewann für Sonne an Kraft, lösten sich sich die Wolken in Wohlgefallen auf.

Im Grenzort Kulata machten wir vorerst unser letztes bulgarisches Frühstück und überfuhren dann die Grenze zu Griechenland. Nach den anstrengenden Bergetappen hat der Meister für heute die Parole „Leichtes Dahinrollen“ ausgegeben. Konkret heißt das, dass wir uns von Kneipe zu Kneipe hangeln werden. Das gibt mir die Zeit, unsere Ausrüstung ein bisschen auf Vordermann zu bringen, insbesondere die Ketten bedürfen etwas Pflege.

So viel zur Theorie, nun zur Praxis: Kurz nach der Grenze führte die Landstraße nahtlos in die Autobahn über. Also blieb uns nichts anderes übrig, als kurzerhand den Standstreifen in einem Fahrradweg zu verwandeln. Nach nur 15 Kilometer Autobahnfahrt war diese Herausforderung zum Glück ohne Zwischenfall überwunden. Dafür hatten wir danach die alte E79 quasi bis nach Serres für uns alleine.

Der Gegenwind und die gewittrige Wetterlage machten die ausgegebene Parole leider zu nichte: von einem gemütlichen Dahinrollen konnte keine Rede sein. Das Thermometer zeigte 35 ° C, Schatten war rar und Kühlung verschaffte nur der Fahrtwind. Also hieß es in die Pedale treten, in die Pedale treten, in … bis Anthi, wo wir beschlossen, den heutigen Tag zu beenden.

Ein überaus intelligenter Esel, der bedachtsam die Stufen der Treppe hinabschritt. Nur widerwillig, aber nicht störrisch, fügte er sich dem Willen seiner Herrin, vielleicht im Wissen sich dem Unabänderlichen fügen zu müssen.
Ein mächtiger Fluss, diese Struma. Sie entwässert den westlichen Teil des Rila-Gebirges und des Pirnis

Griechenland heißt uns willkommen


Wieder an der Struma

 

Noch ahnen wir nichts von den Geschehnissen in dieser Nacht


1 thought on “11. Tag: Petrich – Anthi

  1. Hallo ihr Pedaleure,
    Griechenland hat jetzt Geld für die nächsten zwei Jahre, so habt Ihr hoffentlich einen guten Aufenthalt auf Thassos.Viele Grüße an Lydia und Fendik,Helga und Flößer. Im Wald gibt es noch keine Pilze. Schönes altes Kloster in Bulgarien.
    Weiterhin gute Reise und das Timing für Griechenland war perfekt.
    Maunz

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