Das Timing war gestern perfekt: Kaum hatten wir das Zelt auf der Lichtung der Ochenbrucker Welpenschule aufgebaut, fing es stark zu regnen an. Wie gemeldet war der Hauptregen um Mitternacht vorbei und morgens weckte uns strahlender Sonnenschein. In Ochenbruck lud uns die erste Bäckerei zum Frühstück ein, bevor wir nach Neumarkt weiter fuhren. Ein kleiner „Schlenker“ in der Routenführung wurde bei Postbauer-Heng mit einem 20% steilen Anstieg auf Schotter bestraft. Dafür ging’s danach bis Neumarkt und zur verdienten Mittagspause nur noch bergab. In Neumarkt war es auch an der Zeit den Weg nach Regensburg neu zu routen. Über die Wasserscheide auf 572 über NN erreichten wir die Quelle der schwarzen Laaber. Diesen Fluss werden wir bis Sinzig folgen. In Deusmauer, ein Dorf das man wahrlich nicht kennen muss, machten wir Vesper bei selbstgemachter Sülze und dem besten alkoholfreien Bier, das ich bislang getrunken habe: „Kupfer Alkoholfrei“. Dieter meint, das Bier schmeckt wie „Lamms Bräu“ aus Neumarkt, das im Übrigen als bestes Alkoholfreies Bier Deutschlands gekürt wurde. Hier in der Oberpfalz ist halt die Welt noch in Ordnung. Im Dorfladen sitzen die Männer und Frauen säuberlich nach Geschlecht getrennt, jede Partei findet ihr Gesprächsthema, das ich aber aufgrund des „schweren“ Dialekts nur teilweise mitverfolgen konnte. Nach Parsberg haben wir mit dem ausgeschriebenen Radweg etwas „experimentiert“, was dazu führte, dass wir uns auf Feldwegen entlang der Laber mogelten. Dafür waren wir abseits aller Zivilisation, hin und wieder lag eine Mühle auf der Strecke. In Laber stärkten wir uns nochmal mit einem guten Kaiserschmarrn, bevor uns die Wetterboten zur Eile antrieben. Und tatsächlich brach plötzlich ein Gewitter herein, gerade dass wir unser Zelt im zufällig entdeckten Campingplatz noch aufstellen konnten. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorüber, wir frisch geduscht und die Wäsche zum Trocknen aufgehängt. Noch etwas für die Statistik: Nach zwei Rolletappen haben wir heute auf 85 Kilometer und ca. 900 Höhenmeter doch etwas Körner gelassen.









































