Allein Dieters Charme ist der Schlafplatz der letzten Nacht zu verdanken. Offensichtlich konnte er die Wirtin so bezirzen, dass sie uns hinter ihrem Restaurant schlafen ließ – und hier schlief es sich wirklich gut. Auch für das Frühstück am nächsten Morgen war natürlich bestens gesorgt. So machten wir uns bereits um 08:30 frisch gestärkt nach Blagoevgrad auf. Wir befahren immer noch die stark frequentierte A1 und wie es sich für Schnellstraßen gehört, legt Dieter hier immer ein ordentliches Tempo vor. Ich für meinen Teil bin allerdings gewarnt, da ich bei so hohen Geschwindigkeiten die Fahrbahnschäden zu spät erkenne. So passierte es – kurz nach unserer Stadtbesichtigung – hinter Blagoevgrad, dass ich beide vorderen Satteltaschen „abwarf“. Auf der Schnellstraße nicht ungefährlich, aber die bulgarische Autofahrer gaben Acht, sodass zum Glück nichts Schlimmeres passierte. In Simitli haben wir endlich die A1 verlassen und fuhren nun auf der S19 in östlicher Richtung weiter, das heißt 20 km lang bei 35° bis auf 1100 m NN ansteigen. Erschwert wurde die ganze Plackerei noch durch die gewittrige Wetterlage. Dafür wurden die Temperaturen schließlich ab 900 m NN erträglicher. Gegen Abend erreichten wir endlich den Pass, aßen in einer Kneipe noch eine Suppe, bevor wir uns nach dieser schweren Etappe zu Bett begaben.