25. Tag – von Alcañiz nach Zaragoza

Heute hat mich Dieter schon um 05:00 Uhr geweckt. Um 06:00 sind wir in stockdunkler Nacht Richtung Zaragoza aufgebrochen. Der Wind hat um 180° gedreht und blies uns stramm ins Gesicht. Der Sonnenaufgang beendete bei Hijar unsere Nachtfahrt, Anlass genug, nach 90 Minuten ein Frühstück zu uns zu nehmen.

Bei Quinto erreichten wir wieder den Ebro und fuhren an dessen Ufer Richtung Zaragoza. Da wir uns ab Quinto Richtung Nordwest weiterbewegten, hatten wir leichten Seitenwind. Damit fiel auch die „Klimaanlage“ aus und so erreichten wir unseren bisherigen Hitzerekord: 45° und das über eine längere Zeit hinweg. Besonders an Steigungen ein Genuss, was den Meister, gleichwohl er die Hitze bislang als kein besonderes Problem ansah, zu dem Wort beflügelte: „sauhaas“! In dieser „Sauhitze“ hatten wir auch noch eine Reifenpanne, aber immerhin konnten wir den Schlauch unter einer Brücke wechseln.

So näherten wir uns rechtsseitig des Ebros Zaragoza, ein Fehler wie wir ca. 7 Kilometer vor der Stadt zu spüren bekamen: wurde doch die Staatsstraße schnurstracks zur Autobahn. Also haben wir uns durch die „Prärie“ der Stadt genähert. Irgendwann fanden wir dann den richtigen Einstieg: wir folgten einem alten Bewässerungskanal (1790), der uns fast ins Zentrum führte.

Die Bewässerungsanlagen des Ebros erinnern mich stark an die Waale Südtirols. Nach harten 103 Kilometern haben wir erstmal Tapas und alkoholfreies Bier bestellt. Danach waren wir so müde, dass wir der Stadt nur noch wenig abgewinnen konnten. Sicherlich mag Zaragoza auch schöne Seiten haben, allein blieben sie uns verborgen. Nach 116 Kilometer haben wir um 23:45 Uhr unser Lager in einem Feld aufgeschlagen.

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